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Österlicher Ausflug an die Rallye-WP: KÜS Team75-Chef Rüdiger Bernhard im Porsche Cayman S

 

Als Teamchef des KÜS Team75 ist Rüdiger Bernhard, der Vater des zweifachen Le-Mans-Siegers Timo Bernhard, eine feste Größe bei allen Einsätzen des Teams im ADAC GT Masters und bei den Langstrecken-Rennen. Doch Bernhard Senior ist viel zu sehr Motorsportler mit Leib und Seele, als dass ihm der Job als „Schreibtischtäter“ in der Box oder im Management hinter den Kulissen genügte.

Wann immer er die Gelegenheit dazu hat, zeigt der 66-Jährige, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Auf den Rallyepisten und bei Bergrennen vor allem im südwestdeutschen Raum ist er nicht nur ständiger Gast in den Nennungslisten, sondern auch ein gesuchter Gesprächspartner rund um die Wertungsprüfungen oder die kurzen, waghalsigen „Husarenritte“ den Berg hinauf.

Das war auch am vergangenen Samstag der Fall. Der Porsche Cayman S mit der Startnummer 25 und der Aufschrift „KÜS Team75“ war vor dem Startschuss zur Zerfer Osterrallye von vielen Fans umlagert und der Fahrer ein gesuchter Gesprächspartner. Der Name Bernhard steht eben für Qualität im Auto ebenso wie für Nähe zu den Freunden des Motorsports an der Basis. Die traditionelle Rallye des rührigen Vereins an der Grenze zwischen Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg ist seit mittlerweile drei Jahrzehnten der Auftakt zur Rallyesaison im Südwesten Deutschlands.

Da der Lauf mit sechs Wertungsprüfungen über etwas mehr als 60 WP-Kilometern auch zur Luxemburger Rallyemeisterschaft sowie zur Rheinland-Pfalz- und zur Saarlandmeisterschaft zählt, sind auf der Veranstaltung im äußersten Westen der Republik immer die Titelaspiranten in den jeweiligen Prädikaten mit am Start. Bernhard weiß die Vorzüge dieser Veranstaltung zu schätzen: „Zerf ist immer eine sehr schöne Veranstaltung mit abwechslungsreichen Prüfungen. Man trifft zum Start der neuen Saison immer wieder Leute, die man lange nicht gesehen hat. Spaß haben am Rallyesport: Darauf kommt es hier an.“

Aber ohne sportlichen Ehrgeiz geht der Mann aus dem pfälzischen Bruchmühlbach mit seinem Co. Marco Glaser aus Freisen nicht an den Start. Schon vier Wochen vor der Zerfer Rallye belegte das Paar bei der Rallye „Südliche Weinstraße“ in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge über drei Liter Hubraum den zweiten Platz. Dabei trotzten die beiden auch einem Auspuffschaden und fuhren dennoch auf den respektablen zweiten Platz in Edenkoben vor.
Auch in Zerf lagen die beiden „Haudegen“ lange Zeit gegen die wesentlich jüngere Konkurrenz bis nach der fünften Wertungsprüfung gut im Rennen. Erst ein technischer Defekt auf der letzten WP setzte ihrem motorsportlichen "Osterausflug" ein Ende.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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