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Saarland-Pfalz-Rallye: Tempestini gibt das Tempo vor und Griebel hadert mit der Defekthexe

 

Rumänischer Sieg auf einem französischen Auto beim ersten Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft in diesem Jahr: Bei äußerst anspruchsvollen äußeren Bedingungen am ersten März-Wochenende sicherte sich Simone Tempestini in einem DS3 R5 mit Beifahrer Sergiu Itu den Sieg bei der Saarland-Pfalz-Rallye mit Start und Ziel in der saarländischen Kreisstadt St. Wendel. Der Sieger der Junior World Rallye Championship (JWRC) des Jahres 2016 feierte bei Eis und Schnee im äußersten Westen der Republik einen Start-Ziel-Sieg.

Der Citroen-Pilot, der sich auf den 12 Prüfungen am Freitag und Samstag an der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland eigentlich auf die rumänische Rallyemeisterschaft vorbereiten wollte, setzte sich am Freitagabend nach dem Showstart auf dem Schlossplatz in der motorsportbegeisterten nordsaarländischen Kreisstadt sofort an die Spitze des gesamten Starterfeldes und gab dieses Position bis zur letzten WP am frühen Samstagabend auch nicht mehr ab. Auch zwei Reifenschäden am Samstagnachmittag sowie zehn Strafsekunden wegen eines Frühstarts in der allerletzten Wertungsprüfung konnten an seinem souveränen Gesamtsieg nichts mehr ändern. Am Ende hatte das Duo 29,1 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Verzichten mussten die vielen Fans an der Strecke allerdings auf das mit viel Spannung erwartete Duell zwischen Tempestini und dem Lokalmatadoren und amtierenden Junioren-Europameister Marijan Griebel im Peugeot 208 T16. Der allradgetriebene Franzose konnte wegen technischer Probleme keinen einzigen Meter Wertungsprüfung bewältigen und musste trotz fieberhafter Fehlersuche der Service-Crew damit die Segel streichen. „Es tut mir unheimlich leid für die vielen Fans, die gerade zu meiner Heimrallye gekommen sind. Wir sind mit Sicherheit genauso enttäuscht wie sie auch“, kommentierte der 28-Jährige aus Hahnweiler in der Nähe der rheinland-pfälzischen Kreisstadt Birkenfeld das erste Streichergebnis der neuen Saison.

Den zweiten Platz hinter dem siegreichen rumänischen Duo sicherte sich in Abwesenheit Griebels somit Dominik Dinkel. Allerdings hatte der junge Skoda-Pilot am ersten Tag der Rallye noch einige Eingewöhnungsschwierigkeiten, ein früher Reifenschaden verhieß nichts Gutes. Im weiteren Verlauf der Prüfungen stabilisierte der Skoda-Fahrer jedoch seine Vorstellung, konnte sein Tempo deutlich steigern und hat damit im Duell mit Griebel im Kampf um den nationalen Titel nun zuerst einmal vorgelegt.

Beeindruckend war die Leistung der vielen jungen Piloten im ADAC Opel Rallye Cup. Der erst 19-jährige Karl-Martin Volver aus Estland fuhr im Opel ADAM R2 hinter Ron Schumann im Mitsubishi Lancer als Gewinner des ersten Cup-Laufes der Saison auf den vierten Gesamtrang. "Das war meine erste Rallye auf verschneitem Asphalt und mit normalen Winterreifen ohne Spikes. Insgesamt war diese Rallye eine sehr eindrückliche Erfahrung für mich und meinen Co-Piloten", kommentierte der erst 19-jährige Nachwuchs-Pilot aus dem Baltikum den für ihn so überraschenden und zufriedenstellenden Ausgang des ersten Laufes zur Deutschen Rallyemeisterschaft 2018. Als bester Nicht-Allradler kam Andreas Brocker (Mitsubishi Lancer Evo VII) auf den fünften Gesamtrang.
Trotz Minusgraden und heftigen Schneefalls säumten zum Beginn des neuen Rallyejahres wieder viele „Kiebitze“ die Strecke. Vor allen Dingen die beiden KÜS-Stadtrundkurse in St. Wendel am Freitag und Samstag ließen den Motorsport an der Basis zu einem hautnahen Ereignis für alle Fans werden.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Oliver Kleinz

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