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Porsche: 70 Jahre Sportwagen

 

Dynamisch, leistungsstark, teuer: Für die meisten Menschen ist ein Porsche Inbegriff des Traumwagens. Zwar konstruierte Ferdinand Porsche schon viel früher Autos, doch der Markenname steht seit 1948 für sportliche Fahrzeuge. Denn vor 70 Jahren erhielt das erste Automobil mit dem Namen „Porsche“ seine Zulassung und es war natürlich ein Sportwagen: der 356 „Nr.1“ Roadster.

Der 8. Juni 1948 gilt daher als die Geburtsstunde der Marke. Mit dem Typ 356 verwirklichte sich Ferdinand Porsches Sohn Ferry seinen Traum vom sportlichen Fahren. Überliefert ist sein Ausspruch: „Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden: Einen kleinen, leichten Sportwagen, der die Energie effizient nutzt. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“

Ferry Porsche führte das Lebenswerk seines Vaters fort: Der Konstrukteur hatte bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Autos entwickelt. Mit dem Lohner-Porsche baute er 1900 ein Elektromobil mit Radnabenantrieb und auf dieser Basis wenig später den ersten allradgetriebenen Personenwagen der Welt. 1931 gründete Ferdinand Porsche in Stuttgart sein Ingenieurbüro und konstruierte im Auftrag.

Angetrieben wurde der erste Porsche-Sportwagen von einem Vierzylinder-Boxer. Zunächst konstruiert als Mittelmotor, dann im Serienauto als Heckmotor mit Leistungsdaten zwischen 29 kW/40 PS und 51 kW/70 PS. Es gab kaum einen Rennklassiker, an dem die 356 nicht erfolgreich an den Start gingen. Gleichzeitig zeichneten sich die kompakten Kraftwerke durch eine gewisse Alltagstauglichkeit aus.

Das Nachfolgemodell des 356, der von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander entworfene Porsche 911, verhalf dem Unternehmen endgültig zum Durchbruch als weltweiter Sportwagenhersteller. Der Neunelfer ist das Herz der Marke und wurde mehr als eine Million Mal gebaut, mittlerweile in der siebten Generation.

Längst macht der Sportwagenbauer heute aber mit anderen Baureihen das größere Geschäft: 37 Prozent der 2017 verkauften Neuwagen waren Sportwagen – allen voran 911, dahinter Boxster und Cayman. Der größere Teil der Verkäufe vereinen die sportlichen Limousinen und SUV-Baureihen – allen voran das Mittelklasse-SUV Macan, im vergangenen Jahr Porsches Bestseller.

Text: (Hanne Schweitzer/SP-X
Fotos: Porsche/SP-X

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