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Mitsubishi: „Eigenständige Zukunft“ mit neuen Modellen und neuen Partnern

 

Erstmals seit fünf Jahren führt Mitsubishi in diesen Tagen mit dem Coupé-SUV Eclipse Cross wieder ein komplett neues Fahrzeug auf dem deutschen Markt ein. Grund genug, bei der Präsentation des Offroaders für Dr. Kolja Rebstock, seit dem vergangenen Jahr neuer Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland, auch einen Blick in die Zukunft der Marke und deren Rolle, bzw. Stimme in der japanischen Heimat werfen. Immer wieder hatte es in den vergangenen Jahren Zweifel an der weiteren Selbständigkeit der Marke, die ein Teil der Emil-Frey-Gruppe ist, gegeben.

Rebstock, der in den letzten 23 Jahren eine international geprägte Laufbahn bei der Daimler AG mit Schlüsselfunktionen in Entwicklung, Aftersales und Vertrieb durchlaufen hat, war unter anderem in den Jahren 2003-2005 in Japan bei Mitsubishi Motors tätig. Er verantwortete das weltweite Aftersales-Geschäft für Mercedes Benz Nutzfahrzeuge und leitete danach den Nutzfahrzeug-Vertrieb der Marken Mercedes-Benz, Freightliner und Mitsubishi FUSO in Australien und Neuseeland.

Der deutsche Mart, so skizzierte Rebstock, verzeichne in der europäischen Mitsubishi-Bilanz nicht nur das stärkste Wachstum auf dem Kontinent, sondern trage mit einem Gesamtabsatz-Volumen von 25 Prozent erheblich zur wirtschaftlichen Bilanz bei. „Glauben Sie mir, wir haben eine starke Stimme in Japan. Wir werden auch in Zukunft eigenständig bleiben und eine eigenständige Zukunft gestalten. Unsere Produkte haben sich immer durch Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ausgezeichnet. Das soll auch in Zukunft so bleiben.“

Kooperationen über Entwicklung und Einkauf mit den Partnern Nissan und Renault sollen die Marke auch global dauerhaft auf eine gesunde wirtschaftliche Basis stellen. Mit dem neuen Eclipse Cross stellt sich die Marke mit den drei Diamanten nun nach den eher brav und bieder geschnittenen SUVs ASX und Outlander nun deutlich erkennbar trendiger und moderner auf. Der SUV wirkt eher wie ein geländegängiger Sportwagen: flach, mit einer Coupé-haften Seitenansicht und sogar zwei Heckspoilern. Mitsubishi traut sich was in der Optik, die vielleicht auch einen Blick in das neue Gesicht der Marke vermitteln soll.

Antriebstechnisch wird der Hersteller beim Eclipse Cross noch nachlegen. Es werde „auf jeden Fall eine elektrifizierte Variante“ geben, wobei sich Mitsubishi allerdings noch nicht genau festgelegt hat. Bereits jetzt hat sich Mitsubishi aber beim Eclipse Cross etwas Besonderes für den Allradantrieb einfallen lassen. Dessen Kraft wird nämlich nicht nur zwischen vorn und hinten aufgeteilt, sondern auch zwischen links und rechts.

Auch beim Thema Diesel lässt sich der Autobauer noch nicht gänzlich in die Karten schauen. Noch in diesem Jahr wird man beim Eclipse Cross einen Selbstzünder nachlegen. Wie aber sieht die Modellpolitik des Hauses Mitsubishi für die gesamte Flotte in puncto Diesel-Ausstattung aus? Die Unsicherheit beim Verbraucher beim Diesel zwingt nicht nur zu durchdachtem Handeln, sondern auch zu vorsichtiger Wortwahl. Man werde, so Dr. Rebstock, „am Thema festhalten und sich nicht komplett vom Diesel verabschieden.“

Die Zukunft von Mitsubishi verspricht spannend zu werden. Dies nicht nur wegen des noch nicht genau definierten Elektro-Antriebs, sondern auch wegen neuer Geschäftsmodelle wie etwa der Kooperation mit Renault und Nissan. Und mit dem aufregend schönen Eclipse Cross hat man ein deutliches Zeichen für die kommenden Jahre und die kommenden Produkte gesetzt. Ein solches Attribut war einem Mitsubishi schon lange nicht mehr zu eigen gewesen.

Text (mit Infos von www.flotte.de ) und Fotos: Jürgen C. Braun

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