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Seats Allrad-Palette: Auf allen Vieren zum Verkaufsrekord

 

Ein Auto ist eigentlich ein – je nach individueller Betrachtungslage – Gebrauchsgegenstand oder auch Objekt der Begierde für jedermann. Gleich welchen Geschlechtes. Vorausgesetzt der oder die Betreffende ist im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und hat das nötige (Klein)Geld für ein Solches.

Gibt es ab er auch Autos, die ganz besonders auf eine bestimmte Kategorie Menschen zugeschnitten sind? Oft ist vom sogenannten „Frauenauto“ die Rede. Sowas hat dann – dem Wesen der Dame entsprechend – gefälligst klein, handlich, schnuckelig, praktikabel zu sein, muss „süß“ aussehen. Und es sollte auch – pardon, meine Damen – nicht mit irgendwelchen übergroßen Problemen beim Einparken verbunden sein. Obwohl dieser angebliche Malus natürlich nur ein blödes Vorurteil ist.

Aber genauso so wenig wie es das typische Frauenauto, das typische Männerauto, das typische Lehrerauto, das typische Rentnerauto, das typische … ja was es denn an typischen Autos überhaupt gibt, genauso wenig existiert wohl auch das typische Auto für Jugendliche. Oder vielleicht doch? Welche Modelle der eigenen Produktpalette also kommen wohl in Frage, wenn Bernhard Bauer, der Geschäftsführer von Seat Deutschland, davon spricht, dass „wir die jüngsten Kunden im Schnitt“ haben?

Zehn Jahre jünger als, wie es in solchen Fällen immer heißt, „der Wettbewerb“, also andere vergleichbare Hersteller, seien die Käufer der spanischen Volkswagen-Tochter Seat. Worauf also regieren junge Menschen beim Kauf eines Fahrzeugs besonders? Auf das Aussehen, auf die PS-Zahl, auf den variablen Raum? Was hat Seat, das andere nicht haben?

Seit langem versuchen kluge Meinungsforscher uns beizubringen, dass die viel zitierte „Generation @“ den Besitz eines eigenen Fahrzeugs längst nicht mehr so hoch einstuft, wie noch vor wenigen Jahren. Geht es heute um Begriffe wie Lebensstandard oder Alltags-Qualität habe das mobile Kommunikationsgerät namens Smartphone mit allen seinen Möglichkeiten der Vernetzung und der Digitalisierung, den Besitz eines eigenen Fahrzeugs im Ranking inzwischen überholt.

Was angezweifelt werden darf. Tatsache ist, dass die Modellpalette des Hauses Seat mit Modellen wie Ibiza, Leon, den rassigen und sportlichen FR- und Cupra-Variationen junge Menschen sicherlich ganz besonders anzieht. Rekordergebnisse beim Verkauf der besonders „hip“ anmutenden Kompaktmodelle verkündete der Seat-Geschäftsführer deshalb zwar mit ganz besonderem Stolz, wies aber auch auf ein Phänomen hin, mit dem Seat-Modelle im Allgemeinen gar nicht so besonders in Verbindung gebracht werden: mit Allrad-Modellen nämlich. Und gerade dort hat sich bei dem VW-Ableger ganz Erstaunliches getan.

Die Marke macht sich, heimlich, still und leise, aber mit Bedacht und klugem Konzept einen Namen als Anbieter von Allrad-Fahrzeugen, der ein breites Spektrum an Offroad-geeigneten Autos jeglicher Couleur anbietet. Und bei der bisherigen Range an Modellen soll es nicht einmal bleiben. Der kompakte SUV Ateca hat sich auf Anhieb als ein Fahrzeug erwiesen, dass auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist, und – O.-Ton Bauer – „ein Fahrzeug für die Top Five dieses Klassements ist“. Darunter gibt es jetzt seit Kurzem das jüngste Kind der Allrad-Familie, den SUV Arona. Kein Wunder, wenn der Deutschland-Chef bei 5000 Autos in den ersten drei Monaten davon spricht, dass „wir mit Start und Entwicklung sehr zufrieden sind.“

Aber auch Modelle wie der Seat Leon X-Perience oder der Leon ST CUPRA 300 4Drive zeigen, dass man ganz bewusst breit gestreut hat bei der Auswahl seiner Allrad-Modelle. Bei der sogenannten SEAT Snow Experience konnten wir uns dieser Tage auf einem vereisten Handling-Kurs, einem engen, bergigen Ziehweg mit entsprechend winterlichem Untergrund einen Eindruck von der Vielseitigkeit der Allradpalette von Seat verschaffen. Zwischen Fahrspaß auf winterlichen Gegebenheiten bis zur Verlässlichkeit der Seat-Allrad-Technik unter erschwerten Bedingungen war alles aufgeboten.

Beim jetzigen Angebot an Allradmodellen will man es im Hause Seat nicht belassen. Für den Herbst 2018 hat Bauer ein neues großes Seat-SUV angekündigt. Der soll nach seinen eigenen Aussagen „keine Ateca-Variante in anderen Dimensionen“ sein, sondern neben der 4X4-Technik auch das neue Marken-Design präsentieren. Und der wird dann mit Sicherheit nicht nur ein Fahrzeug sein, das auf die ganz besondere Klientel des Hauses, nämlich auf die Jugend, zugeschnitten ist.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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