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Buchtipp - Kotter/Rathgeber: Das Pinguin-Prinzip

 

Plattitüden sind in der Regel nicht so meins. Dass „Wandel“ ein oftmals ungeliebter aber ständiger Begleiter ist, lässt sich kaum abstreiten. Im Job, im Privatleben oder in der Umwelt passieren ständig Dinge, die uns ein Ändern von Verhalten oder Strukturen abverlangen. Harvard Professor John Kotter und Unternehmensberater Holger Rathgeber sind Spezialisten auf dem Gebiet des Change-Managements, also der professionellen Bewältigung von Wandlungsprozessen. Jetzt aber bitte keine Angst, denn ihr Buch „Das Pinguin-Prinzip“ ist eben keine Belehrung im universitären Vorlesungsstil!

Die Autoren bedienen sich einer Fabel um Problem und Lösungsweg ganz anschaulich und verständlich darzustellen. Die Geschichte findet in der Antarktis statt. Eine Pinguin-Kolonie lebt glücklich auf ihrem Eisberg. Bis Fred, ein neugieriger Pinguin mit guter Beobachtungsgabe, die Gefahr erkennt: Der Eisberg droht auseinander zu brechen. Eine lebensbedrohliche Situation für die Kolonie, da die kälteste Zeit des Jahres ansteht!

Nach der Hiobsbotschaft zeigen sich dann die unterschiedlichen Charaktere eines sozialen Gefüges. Die Schwarzmaler, die Denker, die Macher, die Leugner und die Ängstlichen. Mit einem starken Leitungsteam kann die Situation der Pinguine gelöst werden. Wie das bewerkstelligt werden kann, verraten die Autoren aber nicht rezeptartig. Die Fabel spricht vielmehr für sich, sodass selbst Kinder sie lesen und verstehen können.

Somit ist der kleine Ratgeber für erfolgreiches Change-Management eben nicht nur an „Business-People“ gerichtet. Man kann sehr viele Hilfestellungen für die Probleme des sozialen Miteinanders herauslesen. Und das auf vergnüglichen, schnell zu lesenden 130 Textseiten.

John Kotter/Holger Rathgeber: Das Pinguin-Prinzip - Wie Veränderung zum Erfolg führt. Droemer Verlag; 12,99 Euro.

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