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Rallye-Kult im November: Die R-K-A

 

„R-K-A im November ist Kult“ – Das ist seit vielen Jahren die Meinung der Rallyefahrer im Südwesten Deutschlands, in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg oder auch Frankreich. Denn die „R-K-A“, also die „Rallye Köln-Ahrweiler“ durch das Ahrtal und rund um den Nürburgring ist der legitime Abschluss der „Quertreiber-Saison“. Deutschlands einzige Rallye mit Young- und Oldtimer-Fahrzeugen, die auf Zeit, also über „echte“ Wertungsprüfungen, gefahren wird, hat einen Alleinstellungscharakter, den weder Fahrer noch Fans missen möchten.

So ist es auch in diesem Jahr, bei der Jubiläumsauflage der Veranstaltung. Zum 40. Mal gehen am Freitagabend Rallyeboliden bis zum Baujahr 1988 ab 18 Uhr im beschaulichen Mayschoss auf die Prüfungen, die am Samstag rund um den Nürburgring mit der alten Südschleife und dem Service in Meuspath am Nürburgring-Gewerbepark ihren Abschluss findet. Spekulationen, wonach die Histo-Rallye in diesem Jahr zum letzten Male stattfinden könnte, machen aber vor dem ersten Startschuss am Freitag um 17 Uhr die Runde. Grund ist das Verbot des Deutschen Motorsportbundes (DMSB) der sogenannten Gruppe-H-Fahrzeuge bei nationalen Veranstaltungen.

Angeführt wird das Feld der Favoriten auf den Gesamtsieg in diesem Jahr wieder vom elffachen Gesamtsieger Georg Berlandy, dem Deutschen Rallyemeister des Jahres 2013, im Opel Kadett C/GTE. Mit Nummer 2 geht das Porsche 911-Duo Michael Küke/Joachim Carl (Essen/Oberhausen) an den Start, es folgen die Gesamtsieger von 2014, Anton Werner/Gabriele Fischer (Landshut/Regenstauf) im Audi Quattro. Ein besonderes Augenmerk werden die Fans bei vorausgesagten nasskalten Bedingungen auch in diesem Jahr wieder auf die rund 30 historischen Vorwagen legen. Fahrzeuge wie Talbot Sunbeam Lotus oder Ford Escort RS werden genauso wie der eine oder andere Audi Quattro das Flair der 1970er-Rallyejahre versprühen.

Das spiegelt sich auch im Nennungsergebnis wider, das zwar sehr attraktiv von den Fahrzeugen her, aber leider auch ziemlich rückläufig ist. „Mit dem Nennungsergebnis von nur 64 Fahrzeugen sind wir natürlich nicht zufrieden“, sagt Organisationsleiter Hans-Werner Hilger. „Das sind 25 weniger als in den letzten Jahren. Aber mehr lassen die aktuellen Rahmenbedingungen nicht zu. Das vom DMSB verhängte Aus der Gruppe H trifft uns, wie zuvor viele andere Veranstalter auch, sehr hart und reißt ein finanzielles Loch ins Budget.“

Deshalb gehen auch einige Teilnehmer in der sogenannten Sonderwertung „Gold-Cup“ für moderne Fahrzeuge an den Start. So hoffen Markus Schulz/Stefanie Fritzensmeier (Lohmar/Bielefeld) im Opel Kadett E GSi auf die Wiederholung des Vorjahressieges. Zu den Mitfavoriten zählen aber auch Christoph Schleimer (Obertiefenbach), Gold-Cup-Sieger zuletzt 2009, mit Beifahrer Alexander Rath (Trier) im Opel Astra Kit-Car sowie der BMW 320iS von Michael Bieg/Dietmar Moch (Lindlar/Kürten).

Das Ergebnis der beiden Freitagsprüfungen ist entscheidend für die Start-Reihenfolge am Samstag mit dem Re-Start um 9 Uhr in Mayschoss. Ab etwa 10 Uhr geht es auf die Nordschleife des Nürburgrings, um 11.15 Uhr folgt die Sonderprüfung in Rodder. Ab etwa 12 Uhr geht es auf die Südschleife inklusive des Gewerbegebietes in Müllenbach.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Oliver Kleinz

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