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Kia: Sportlich mit dem Stinger

 

Die neue Speerspitze von Kia heißt Stinger. Eine edle Sportlimousine mit Wow-Effekt und starken Motoren bis zu 370 PS, die mit einer ganzen Armanda von Assistenzsystemen serienmäßig ausgestattet ist.

Stinger heißt ins Deutsche übersetzt Stachel und Kia will mit dem Sportcoupé, dessen Verkaufsstart am 20. Oktober ist, neue Kunden erobern. Der edle Viertürer mit Heck- oder Allradantrieb kommt zu Preisen ab 43.990 Euro für den heckangetriebenen Zweiliter-Benziner und enden bei 54.900 Euro für den V6 mit Allradantrieb daher. Der 4,83 Meter lange, 1,87 Meter breite und 1,40 Meter hohe fünfsitzige Limousine zeigt sich schon äußerlich ganz sportlich mit lang gezogener Motorhaube, typischer Kia-Tiger-Nase, großen Lufteinlässen und auffälligen Scheinwerfern. Das bullige Heck mit großer Heckklappe und beim V6 mit zwei Doppel-Auspuff-Endrohren runden den imposanten Auftritt ab. Im Innenraum setzt sich das sportliche Ambiente mit ergonomischem Cockpit, unten abgeflachtem Lenkrad mit Schaltpaddles und Alu-Pedalerie fort. Mit seinem Radstand von knapp 2,91 Metern bietet das koreanische Flaggschiff vorne sehr gute Raumverhältnisse. Fahrer und Beifahrer genießen auf den Ledersitzen exzellenten Komfort und Seitenhalt. Auf den hinteren Sitzen ist genügend Kopf- und Beinfreiheit für Erwachsene auch für längere Strecken. Ins Gepäckabteil passen 406 Liter, sofern mehr Stauraum benötigt wird, können die Rücksitzlehnen umgeklappt werden und der Stauraum beträgt bis zu 1.114 Liter.

Für den Vortrieb sorgen ein Zweiliter-Turbo-Benziner und ein 3,3-Liter-V6-Benziner sowie ein 2,2-Liter Turbodiesel. Ein Hybridantrieb ist derzeit nicht geplant. Die Kraft wird serienmäßig über eine Achtgang-Automatik, die präzise schaltet, auf die Räder gebracht. Die Schaltcharakteristik des Automatikgetriebes lässt sich durch eine fünfstufige Fahrmodus-Wahl variieren (Smart, Eco, Comfort, Sport und Sport+). Bereits der turbogeladene Zweiliter-Vierzylinder-Basis-Motor gefällt nicht nur durch seine 255 PS, sondern mehr noch auf seiner Zugkraft mit einem Drehmoment von 353 Nm das zwischen 1.400 und 4.000 Umdrehungen zur Verfügung steht. Damit meistert der Koreaner mit Hinterradantrieb, der über ein Sperrdifferential verfügt, den Sprint von Null auf Tempo 100 in sechs Sekunden und erreicht eine Spitze von 240 km/h. Der Normverbrauch wird mit 7,9 Liter angegeben. Flotter und Fahrspaß pur bringt der 3,3-Liter-V6 Benziner mit 370 Pferdestärken. Ab Leerlaufdrehzahl packt der bullige V6, der sein maximales Drehmoment von 510 Nm zwischen 1.300 und 4.500 min-1 erreicht, spontan an und legt sich mächtig ins Zeug. Die damit verbundene Beschleunigung braucht sich der Stinger mit V6 und Allradantrieb dabei vor anderen Sportlern nicht zu verstecken. Aus dem Stand sprintet er in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und kapituliert erst bei einer von 270 km/h. Dabei konsumiert der Flitzer laut Datenblatt 10,6 Liter im Schnitt, um diesen Verbrauchswert zu erreichen, darf man das Gaspedal allerdings nicht allzu weit durchdrücken.

Für eine erste Ausfahrt wählten wir die Stinger Diesel-Version. Das 2,2-Liter-Turbotriebwerk (ab 44.990 Euro) leistet 200 PS und der temperamentvolle Koreaner erreicht sein maximales Drehmoment von 440 Nm zwischen 1.750 und 2.750 Umdrehungen. 7,6 Sekunden dauert der Sprint von Null auf Tempo 100 und bei einer Spitzengeschwindigkeit von 230 km/h ist Schluss. Der Normverbrauch laut Hersteller liegt bei 5,6 (Allrad: 6,4) Liter – bei unseren Testfahrten konsumierte der Stinger rund acht Liter. Der Motor arbeitet zwar nicht unhörbar, aber erstaunlich leise. Ob auf der Autobahn oder auf kurvigen Landstraßen sorgt der Stinger mit seiner direkten Lenkung nicht nur für Fahrspaß, sondern man fühlt sich auch sicher bei schnelleren Kurvenfahrten.

Für die Sicherheit und den Komfort sorgen auch die vielen serienmäßigen Ausstattungsfeatures. So sind bereits im Basismodell unter anderem Ledersitze, Head-Up-Display, Smart-Cruise Control, Navigationssystem, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und vieles mehr an Bord.

Text: Ute Kernbach
Fotos: Kia

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