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Kia: Neuer Stonic mischt bei kompakten Crossovern mit

 

Der SUV-Boom ist nicht aufzuhalten. Was einst in den großen, Hubraum-voluminösen Klassen begann, und einmal als Offroad-Alternative für die gängigen Karosserie-Varianten Limousine, Hatchback oder Kombi gedacht war, hat sich längst verselbständigt. Die Auto-Welt ist über alle Segmente hinweg bunter, vielfältiger, aber auch verwechselbarer geworden. Aus den SUV wurden sogenannten Crossover, es entstand eine kaum noch überschaubare Melange an Automobilen, denen vor allem eines gemein war: Sie mussten einfach anders sein als das, was der Kunde bisher in Denk-Kategorien gewohnt war. Gefragt waren hohe Sitzposition, „luftige“ Radkästen, gute Rundumsicht, Überschaubarkeit, Variabilität, eine pfiffige Optik mit einem Schuss unkonventionellem Abenteuer-Touch.

Ohne (mindestens) ein derartiges Fahrzeug ist heutzutage kaum noch ein Autobauer konkurrenz- und überlebensfähig. Die Schwemme der kleinen, mittleren, großen SUV, Crossover und anderer „durcheinander gewirbelter“ Fahrzeug-Welten ist fast unübersichtlich geworden. Kein Wunder also, dass auch etliche Importeure da mitspielen wollen und auf der Klaviatur des wohltemperierten Überraschungsmomentes gekonnt auf spielen. So wie Koreaner von Kia, die mit dem Stonic jetzt ein buntes, Crossover-Fahrzeug anbieten, das in etlichen Details wohltuend aus der Masse des Angebotes heraussticht.

Der muntere, alles andere als langweilig oder konventionell geschnittene Stonic baut auf dem eher braven Rio auf, hat aber ansonsten mit diesem Basisfahrzeug und der Tatsache, dass er ebenfalls ohne Allradantrieb auskommt, herzlich wenig Berührungspunkte. Dank einer schon sehr gut ausgestatteten Einstiegsversion ab 15.970 Euro wird sich der Kia Stonic seinen angestammten Platz in Zukunft wohl vor allem bei jungen Kunden sichern und auch bei solchen, die unbedingt einen flott geschnittenen Hochbeiner haben möchten, denen aber das Angebot aus den Premiumklassen schlicht eine Nummer zu groß ist.

Der Kia Stonic vereint viele praktische Vorzüge mit einer Attitüde, die fern jeglicher dröger Anmutung ist. Der Stonic wirkt frech und frisch, mit großem Radstand, kurzen Überhängen und somit auch jede Menge Nutzraums für Passagiere und Gepäck. 352 bis 1.155 Liter Volumen für den Kofferraum sind bei einer Außenlänge von 4,14 Metern ein akzeptabler Wert. Legt man die Rückenlehne um, entsteht so eine fast ebene Fläche.

Kein Wunder, das Kia bei der ins Auge gefassten Klientel viel Wert auf die Erfüllung individueller Wünsche legt. 29 Lackierungen, viele davon in zweifarbiger Kolorierung, sind möglich. Knallgelb und giftgrün, kombiniert mit tiefem schwarz, sind kein Problem. Und darunter findet man viele plakatvive, ins Auge springende Lacke. Auch die problemlose Smartphone-Anbindung für Android oder Apple Carplay ist ein Muss in diesem Fall. Im modern designtem Innenraum dominiert neben viel buntem Ambiente gängiges Hartplastik mit einer sehr guten Verarbeitung.

Für den Antrieb steht zur Markteinführung ab dem 30. September unter anderem ein dreizylindriger 1,0-Liter-Turbobenziner mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der stemmt 120 PS auf die Kurbelwelle. Weiter im Angebot sind ein 1,2- und ein 1,4-Liter-Saugbenziner mit 84 und 99 PS sowie ein 1,6-Liter-Diesel mit 110 PS. Alle Motoren sind serienmäßig mit einem Start/Stopp-System ausgerüstet. Kia rechnet damit, dass der Stonic auf Dauer das meistverkaufte Modell sein wird. Das ist momentan noch der Sportage, doch dem SUV-B-Segment traut man offenbar noch großes Wachstum zu.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Kia

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