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Erste Erfahrungen: Lexus GS Facelift

 

Ab 23. Januar offeriert Lexus seine beiden überarbeiteten GS-Modelle aus der oberen Mittelklasse auf dem deutschen Markt. Ein Diesel ist zwar nicht im Angebot, dafür aber zwei sparsame Hybridversionen, der GS 300h und das Topmodell 450h. In Deutschland führt der GS eher ein Mauerblümchendasein und gilt als Insidertipp. Derzeit rollen laut Kraftfahrt-Bundesamt rund 3.300 Exemplare über Deutschlands Straßen. Der GS konnte sich gegen die mächtige deutsche Konkurrenz – wie dem Audi A6, der BMW 5er-Reihe und der Mercedes E-Klasse nicht durchsetzen.

Der facegeliftete GS kommt mit leichten optischen Retuschen daher. Die Front der Sportlimousine wartet mit schärfer gestaltetem Diabolo-Grill und den neugestalteten Scheinwerfern mit LED-Technik auf. Der 4,88 Meter lange, 1,84 Meter breite und 1,46 hohe Viertürer bietet viel Raum für Passagiere und Gepäck. Dank des Radstandes von 2,85 Meter ist auf den vorderen und hinteren Sitzen reichlich Platz an Bord. Der Innenraum und die verwendeten Materialien wirken edel und funktionell. Großzügige Schenkelauflagen und der gute Seitenhalt tun ein Übriges zum Wohlfühlen, ebenso wie die schnell ansprechende Lüftung und Heizung. Die großen Instrumente sind klar gegliedert und leicht ablesbar. Erwähnenswert hier das 12,3 Zoll Multimedia-Display.

Unter der Motorhaube stehen weiterhin die zwei bekannten Motoren zur Wahl mit einer Gesamtsystemleistung von 164 kW/223 PS beziehungsweise 254 kW/345 PS. Herzstück des kleineren GS ist ein Vollhybridantrieb mit einem 2,5-Liter-Vierzylinder (133 kW/181 PS), der elektrisch unterstützt wird von einem 105 kW/143 PS starken Elektromotor. DER GS 300h meistert den Spurt von Null auf Tempo 100 in neun Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h. Dabei benötigt er im Schnitt laut Hersteller 4,4 Liter. Etwas durstiger ist der bärenstarke GS 450h, der 1,5 Liter mehr konsumiert. Hier ist ein 3,5-Liter-V6-Benzinmotor mit einem flüssigkeitsgekühlten Elektromotor mit 147 kW kombiniert. Im Schnitt konsumiert der GS 450h laut Datenblatt 5,9 Liter pro 100 Kilometer. Der Vollhybrid spurtet aus dem Stand in 5,9 Sekunden auf Tempo 100 und kapituliert erst bei 250 km/h. Die Kraft wird über ein elektronisch gesteuertes, stufenlos variables Getriebe auf die Räder gebracht. Der 450h hat bei einem ersten Ausritt rund um Palma eine gute Figur abgegeben. Allerdings lag unser Verbrauch bei knapp acht Litern. Dank neuer Laserschweißverfahren und Adhäsiv-Fügetechnik weist der GS eine gesteigerte Karosseriesteifigkeit auf, was dem Fahrkomfort steigert.

Die Preise beginnen bei 47.100 Euro für den GS 300h und der GS 450h ist ab 56.100 Euro zu haben. Serienmäßig an Bord ist unter anderem das Lexus Safety System+. Das Sicherheitspaket beinhaltet neben zehn Airbags aktive Sicherheits- und Fahrerassistenz-Systeme Pre-Crash-Safety-Systems und einer bei allen Geschwindigkeiten nutzbaren adaptiven Geschwindigkeitsregelung.

Text und Fotos: Ute Kernbach

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