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Dakar 2016: Die enorme Höhe macht allen zu schaffen

 

Von Argentinien ging es nun ins "Altiplano", einer gewaltigen hochalpinen Region in den Anden. Für 2 Tage turnen und toben die Teilnehmer nun mit wenig Sauerstoff über die Tagesetappen. Giniel de Villiers, die südafrikanische Speerspitze des Toyota Gazoo-Teams brachte es gestern auf den Punkt: "Wir alle haben Kopfschmerzen, der Magen rebelliert, die Kräfte schwinden, es ist ein Elend." Prompt musste er seinen 4. Platz abgeben und fiel zurück und Teamkollege Poulter schob sich auf Rang 5 vor ihn. "Die Benziner haben trotz Einspritzung hier oben einen spürbaren Leistungsverlust, während die Höhe den Turbo aufgeladenen Diesel nahezu nichts ausmacht", so de Villiers weiter. Folgerichtig liegen 4 Diesel vorne. Mit Loeb als derzeit souveränem Vor-Fahrer und Peterhansel und Sainz als Nachfolger. So sieht es dann auch im Gesamtklassement aus, während der eigentliche Topp-Favorit, Nasser Al Attiyah auf dem RB-Mini, schon hart um seinen 4. Platz kämpfen muss. Das macht er aber dann auch überzeugend, auf die Tiefsand- und Dünenetappen wartend. Bislang waren die ersten 5 Tage von überwiegend schnellen Etappen gezeichnet, was sich nach der Rückkehr nach Argentinien sicher ändern wird. Der Einzige, der sich bei Tageswertungen unter die Topp-Ten zwängen kann zwischen die 4 Peugeot, 2 Toyotas und 3 Minis, ist Robby Gordon mit seinem "Brutalo-Gordini-Hummer" auf einem 10. Rang. Peterhansel bleibt präsent, schiebt sich Tag für Tag etwas mehr nach vorne und wartet auf jene Momente, bei denen er seine uneinholbaren Wüstenkenntnisse verwerten kann. Dann wird ihm allerdings Al Attiyah im Nacken sitzen. Für Nani Roma, den Gewinner von 2014, läuft es derzeit weniger euphorisch. Und Adam Malysz, der mit dem festen Vorhaben, diesmal unter die Topp-Ten zu fahren, ins Rennen ging, hängt am Platz 20 fest. Guerlain Chicherit auf dem Buggy-Sandfloh mit Mini-Technik, schlägt sich als einachsig angetriebener Pilot richtig wacker und wird wohl noch weiter nach vorne kommen. Außer Al Attiyah auf Platz 4 findet man den Rest der Mini-Flotte auf den Rängen 7, 12,13,14,15, 17, 18 und 20. Für X-raid-Chef Quandt sicher ein etwas ungewohntes Bild, aber die eigentlichen Härteprüfungen in Sand und Schotter kommen ja noch und warten auf die Diesel-Minis.

Text: Frank Nüssel/CineMot
Fotos: Teams

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