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Opel Insignia 2018: Runderneuert ins nächste Modelljahr

 

Opel hat sein Flaggschiff, den Insignia, mit einem neuen, 200 PS starken Benzinmotor und einem „krachneuen“ Infotainment-System mit vielen aktuellen Echtzeit-Infos ausgestattet. Der größte Rüsselsheimer ist immer mehr zu einer echten Alternative für die vergleichbaren Segment-Angebote der Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz geworden. Das gilt für Limousinen und Kombis. Letztere heißen, wie bei anderen Herstellern, nicht mehr Kombi oder Caravan, sondern haben klangvollere Namen. Bei Opel ist das der "Sports Tourer". Seit dem Verkaufsstart im Februar 2017 wurde der Premium-Opel, der sich vor Mercedes E-Klasse, BMW 5er oder Audi A6 nicht zu verstecken braucht, mehr als 150.000 Mal an einen neuen Besitzer oder eine neue Besitzerin gebracht.

Der Insignia stammt noch aus der General-Motors-Ära des Hauses Opel. Der 1,6-Liter-Turbobenzin-Direkteinspritzer wird in den Modellreihen Insignia Grand Sport, Insignia Sports Tourer und Insignia Country Tourer ab sofort angeboten. Für die Kraftübertragung sorgen wahlweise eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Automatik mit ebenfalls sechs Fahrstufen. Die Preisliste für den Opel Insignia Grand Sport 1.6 Turbo beginnt in der Handschalter-Version bei 35.195 Euro. Dank Benzin-Partikelfilter erfüllt das Triebwerk bereits jetzt die ab September 2019 gültige Schadstoffnorm Euro 6 d-Temp. Die Anordnung des motornah verbauten Filters ermöglicht eine optimale Oxidation der im Filter eingelagerten Partikel. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 235 km/h, für den Sprint von null auf 100 werden – je nach manuellem oder Automatikgetriebe – 7,7 oder 8,4 Sekunden gebraucht. Auf ersten Testfahrten machte das Turbo-Aggregat einen laufruhigen, aber dennoch kraftvollen Eindruck. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmetern liegt bereits ab etwas mehr als 1.600 Umdrehungen der Kurbelwelle an, völlig ausreichend um den 1,8 Tonnen schweren Insignia mit Spaß und ausreichend flott zu bewegen.

In Sachen Platz und Sitzkomfort verzeichnet der Insignia ohnehin Bestwerte. Das ist auch und vor allem auf die Ausführung der Sitze zurückzuführen, die mit dem AGR-Gütesiegel der „Aktionsgemeinschaft Gesunder Rücken“ versehen sind. Auf diesem Gestühl werden auch längere Autobahnfahrten nicht zur Tortur für Wirbelsäule und Bandscheiben.

Was für die Insassen gilt, trifft auch auf das mitgeführte Gepäck zu: Es ist jede Menge Raum vorhanden. Der Kombi fasst 560, der Grand Sport ansehnliche 490 Liter.

Das neue Infotainment-System, das mit etlichen technischen Neuerungen aufwartet, bietet Opel zunächst nur für den Insignia an. Verkehrsmeldungen werden in Echtzeit aktualisiert, die jeweilige Route wird dem aktuellen Verkehrsaufkommen anpasst. Die moderne Vernetzung ermöglicht dem Navigationssystem die Anzeige der Tankstellen mit den aktuell günstigsten Tankstellen in der Umgebung und liefert zudem Hinweise zu freien Parkplätzen. Das acht Zoll große Farbdisplay kann mit Wisch-Gesten bedient werden. Auf der Benutzeroberfläche lassen sich die persönlichen Nutzerprofile von bis zu fünf Personen anlegen. Auch die Bedienung der Fahrzeugfunktionen kann individuell angeordnet werden.

Fazit: Auf dem weiteren Weg zur Konkurrenz für die großen Premium-Marken hat Opel mit dem so „aufgemöbelten“ Insignia wieder einen großen Schritt zurückgelegt.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Opel

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