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Dakar 2019: Toyota ist klarer Mitfavorit

 

Für Freunde mathematischer Rechenspielchen und Zahlenklauberei: 8:3 steht es bereits vor dem Start zur nächsten Dakar in fünf Wochen für das X-raid-Team von Sven Quandt. Der kleine Ausflug in die Mathematik hat jedoch lediglich quantitativen Charakter: Das Toyota Gazoo- Team aus Südafrika tritt mit nur drei technisch identischen Hilux-Pickups an, während X-raid mit 3 Mini-Buggys und 5 Mini JCW zum Start rollt. Aber es gilt auch der Spruch "Je mehr Fahrzeuge antreten, desto mehr fallen auch aus". Aber so ist das nun mal mit Statistiken...

Das für den weltweiten Motorsporteinsatz von Toyota verantwortliche Gazoo-Team hat nicht nur in jüngster Zeit den aus 6 Läufen in Südafrika bestehenden SACCS- Wettbewerb für sich entschieden, sondern auch einige internationale Großereignisse im Wüstensand. Die Hilux-Pickups sind also, gerade nach dem Sieg in Marokko (Nasser Al Attiyah/ Baumel), auf dem allerletzten Stand. Geändert wurden unter anderem die Position der Getriebebox und das Getriebe selbst, zudem wurden die V8-Motoren nochmals optimiert im Ansprechverhalten, wobei die Leistung nur unerheblich verändert wurde. Auch haben die Ingenieure die Aufhängungen der Vorder- und der Hinterachse neu berechnet und entsprechend geändert. Das war nötig geworden, als die Routenführung in Peru bekannt wurde. Die große Schleife Lima - Lima entlang und inmitten der Anden weist nämlich 70 Prozent feinen Tiefsandes auf, was auch für die endlosen Dünen-Traversierungen gilt. So treten die drei Hilux in aktuellster EVO-Technik auf.

Glyn Hall, Motor-Teamchef der Südafrikaner, dazu: "...mit unseren neuesten Berechnungen der Achsgeometrien, der leichten, zur Mitte hin tendierenden Verlagerung der Getriebeeinheit und anderen kleineren, aber nicht unwichtigen Modifikationen hoffen wir, diesmal als Gesamtsieger von der Dakar 2019 zurückzukommen".

Die letzten 3 Jahre aber haben durch die Werks- Peugeot 2008 und 3008 DKR bewiesen, dass diese einachsig angetriebenen Buggys den Allradlern ganz schön überlegen sind. Die nächste Dakar- Rallye wird also wiederum zum Menetekel werden: Benziner gegen Diesel, V8 gegen V6-Motoren, Allrad gegen Monoachs- Antrieb. Alleine diese Fragen sind so spannend, dass die Fahrerteams selbst eigentlich nur zweitwichtig werden.

Es gibt aber noch einen einzigen "Störenfried", der all diese Prognosen kräftig durcheinanderwirbeln könnte: Sébastien Loeb, als einziger auf einem - allerdings privaten - Ex-Werks-Peugeot 3008 DKR Maxi. Loeb hatte sich 2018 in der Rallye Cross-WM fit gehalten und hat eh noch eine Dakar-Rechnung offen...

Text: Frank Nüssel Bilder: Toyota Gazoo

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