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„Heftiger Einschlag“: Speich arbeitet hart für 24-h-Einsatz

 

Den Tag des zweiten VLN-Langstreckenrennens in diesem Jahr hatte sich KÜS-Prüfingenieur Rudi Speich mit Sicherheit anders vorgestellt: Gemeinsam mit seinen beiden Teamkollegen Roland Waschkau und Artur Goroyan wollte der Mann aus Sinzig am Mittelrhein beim zweiten VLN-Einsatz in dieser Saison Erfahrungen mit ihrem sportlichen Einsatzgerät, dem giftgrünen Audi TT2R, sammeln. Der Lauf sollte dem Team vor allem Aufschluss geben über das Resultat einiger Änderungen, die sie an ihrem Fahrzeug vor dem 24-h-Rennen (10.–13. Mai) hatten vornehmen lassen.

„Wir hatten bei VW eigens ein neues Getriebe mit einer kürzeren Übersetzung bauen lassen. Das Auto war mit der bisherigen langen Übersetzung auf den langen Geradeaus-Passagen wie auf der Döttinger Höhe einfach zu langsam gewesen“, erklärte der Prüfingenieur mit der großen Rennsport-Erfahrung. Auch einige aerodynamische Veränderungen waren an dem giftgrünen TT noch vorgenommen worden, um das Ziel zu erreichen, auf das die Speich-Mannschaft schon seit Jahren hinarbeitet: „Wir versuchen schon wie lange, die Neun-Minuten-Marke zu knacken. Allein mit einer guten Runde bei freiem Verkehr und möglichst wenig Sprit an Bord war das aber nicht möglich.“

Am Samstag aber sah es sehr gut aus für die Mannschaft vom SC Sinzig und das Auto mit dem großen KÜS-Emblem. „Wir waren Trainingsschnellste in unserer Klasse mit einer guten Zeit um die 9:02 Minuten gewesen. Roland Waschkau hatte zu Beginn auch noch einige Plätze gut machen können.“, erzählte Speich. Teamkollege Waschkau duellierte sich zu Beginn des Rennens eine ganze Zeit lang mit einem Audi RS3 LMS, einem TCR-Auto von Bonk Motorsport. Als beide Fahrzeuge im Streckenabschnitt auf eine Unfallstelle zufuhren, kam es dann unter Gelb zu einer folgenschweren Kollision. Der Fahrer blieb unverletzt, das Auto aber, so Speich, „war sehr schwer beschädigt. Das war ein heftiger Aufprall in die Leitplanken.“ Die Hoffnung, am Langstrecken-Klassiker auf der Nordschleife in wenigen Wochen teilnehmen zu können, hat die KÜS-Mannschaft dennoch nicht aufgegeben. Am Montag wurde der Motor ausgebaut, die Karosserie ist inzwischen bei einem Spezialisten zum Reparieren. „Die Jungs haben heute Morgen schon um halb vier damit begonnen, die Karosserie wieder aufzubauen. Wir hoffen, dass wir das Auto dann als neue fertige Renn-Silhouette am Wochenende zurückbekommen“, erzählte Speich zur Wochenmitte. Danach muss natürlich der Motor nochmal eingebaut werden, alle Systeme gecheckt werden. „Eventuell wollen wir das Fahrzeug auch vor dem 24-h-Rennen in Hockenheim noch mal auf die Strecke schicken.

Jede Menge Arbeit also für die KÜS-Mannschaft nach diesem folgenschweren 7. April. Mit vereinten Kräften wollen sie ihr großes Ziel, den emotionalen Ring-Klassiker, Mitte Mai, aber doch noch erreichen.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Oliver Kleinz

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