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Automobilbau: Hackerangriffe - es gibt schon Schutzprogramme

 

Die Trendbegriffe "Digitalisierung", "Vernetzung" und Automatisiertes Fahren" stellen die derzeitigen Eckpunkte der automobilen Hochtechnologie dar. Zugleich droht eine Gefahr, die in anderen Hightech-Bereichen bereits zu beachtlichen Schäden geführt hat: Hackerangriffe. Gerade Fahrzeuge bieten dieser Art von Kriminalität ein weites und "dankbares" Feld. Die Sicherheit von Daten und sicherheitsrelevanten Komponenten ist daher zum erklärten Ziel der Automobil- Zulieferer geworden. Das Technologieunternehmen Continental, das weltweit Fahrzeugkomponenten herstellt, hat es sich quasi auf die Fahnen geschrieben, Fahrzeuge gegen Angriffe von außen zu schützen: Lenkung, Bremsen und bestimmte Motorsteuerungsbereiche sind da besonders gefährdet.

Die "Vision Zero", also die Vision unfallfreien Fahrens, kann nur funktionieren, wenn Fahrzeuge und Infrastruktur miteinander kommunizieren indem sie sich miteinander vernetzen. Und gerade darin liegen die Attackenmöglichkeiten der Hacker. Continental nutzt daher Cyber-Security- Technologien, um sich ganzheitlich gegenüber möglichen Hackerangriffen abzusichern.

Das beginnt mit der Produktionssicherheit in den einzelnen Herstellungswerken, die ersten Produktionslinien sind bereits so gesichert. Nächster Schritt: die Sicherheit auch in die Produkte einzubringen. Erstmals wurden "kryptografische Verfahren" im neuesten Conti-Bremssystem MK C1 realisiert. Hier sind die Funktionen der Bremsbetätigung, des Bremskraftverstärkers sowie des Regelsystems (ABS und ESC) in einem kompakten Modul kombiniert. Das MK C1 wurde speziell für Fahrzeuge entwickelt, die Fahrerassistenzsysteme, Rekuperation und automatisiertes Fahren aufweisen. Was führt nun zu den Hackerangriffen? Vor allem Datendiebstahl, finanzielle Interessen oder Reputation, drei nur von mehreren Gründen. Auf vier aufeinander abgestimmten Ebenen wird die Cyber- Security aktiv und sichert das System. Auch Cloud-und Backend-Lösungen sind mit eingeschlossen.

All diese Offerten werden nun durch die zahlreichen End-to End-Lösungen von "Argus Cyber-Security", dem von Conti kürzlich übernommenen Automotive-Spezialisten, erweitert. Für jedes Produkt können Sicherheitsschlüssel individuell erzeugt werden. Manipulationen werden somit ausgeschlossen.

Eine Risikoanalyse bildet den Anfang, um Schwachstellen zu identifizieren. Wichtigstes Ziel: Schneller sein als die Hacker.

Text: Frank Nüssel Foto: Continental

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