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Jeep "Geiger Willys": Star bei der Retro Classics in Stuttgart

 

Es gibt wohl kaum ein Automobil weltweit, das in den 78 Jahren seiner Existenz so oft immer weiter entwickelt wurde wie der "Willys Jeep". Ursprünglich 1940 vom US-amerikanischen Militär in Auftrag gegeben, ging er dann ab 1942 in Serie. Nun ist die quasi letzte Evolutionsstufe auf der "Retro Classics" (22.-25. März 2018) in Stuttgart zu bestaunen. Importeur US-amerikanischer "Kraft"-Fahrzeuge, Karl Geiger aus München, hat sich mit seinen Experten des Serien-Wrangler angenommen, um ihn komplett neu einzukleiden und in nur 10 "Limited Edition"-Exemplaren in Kleinstserie zu bauen. Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Entgegen der Geiger-Hausphilosophie, starke Autos noch stärker zu machen und mit entsprechenden Hochleistungsfahrwerken auszustatten, beließen die Spezialisten die Technik in ihrer aktuellen Serienform. Der 6-Zylinder Benziner mit 4 Litern Hubraum generiert satte 284 PS (209 kW), die auf ein manuell oder automatisch arbeitendes 6-Gang-Getriebe losgelassen werden. Schon in der Wrangler-Serie eine bewährte Kombination. Dazu gesellen sich vorne und hinten Rugged Ridge-Stoßfänger, vorne standesgemäß mit einer elektromotorischen Seilwinde mit Nylonseil bestückt. Auch das Tuchdach blieb erhalten, das unten herum an zwei Türen endet. Zu allererst wird der ganze Corpus zerlegt und alles in einer grünen Sonderfarbe lackiert. Abschließend wird der Innenraum farblich adaptiert und neue, stoffbezogene Sitze in gleicher Farbe eingebaut. Auch die 17-Zoll-Stahlfelgen weisen die gleiche Farbe auf und sind mit A/T (auch T/A)-Reifen der Dimension 265/70 bestückt. Alles wirkt enorm stimmig und wer gerade mal 68.900 Euro parat hat, kann sich eines der raren Exemplare bestellen: ein absoluter "Hingucker".

Text: Frank Nüssel
Bilder: GeigerCars

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