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Leser fragen– Experten antworten: Wie bereite ich mein Auto auf die HU vor

 

Ärgerlich, wenn es wegen Kleinigkeiten keine HU-Plakette gibt. Wer vor der Fahrt zum Sachverständigen ein paar Punkte selbst kontrolliert, kann sich unter Umständen eine Nachprüfung sparen.

Frage: Mein Auto muss in Kürze zur Hauptuntersuchung. Kann ich das Fahrzeug darauf vorbereiten?

Antwort von Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeug-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS: Ein kurzer Check vor dem Termin ist durchaus sinnvoll. Zumindest einige der rund 160 Prüfpunkte lassen sich mit wenig Aufwand selbst kontrollieren. Im besten Fall erspart das einem eine Nachprüfung, die Zeit und Geld kostet.

Vor allem die Kontrolle der Beleuchtung bietet sich an und lohnt sich. Sie kann oftmals schon bei jungen Fahrzeugen ein Problem darstellen. Alle lichttechnischen Einrichtungen am Fahrzeug müssen funktionieren. Die Reflektoren im Scheinwerfergehäuse dürfen nicht blind, die Gehäuse nicht beschädigt sein. Sind Birnchen kaputt, lassen sie sich in der Regel schnell tauschen. Für gute Sicht sollte zudem die Scheibenwaschanlage funktionieren, darüber hinaus müssen die Wischer in gutem Zustand sein.

Unkompliziert zu prüfen sind auch die Reifen. Um eine neue Plakette zu bekommen, muss das Profil mindestens 1,6 Millimeter tief sein. Zudem darf der Reifen nicht beschädigt sein, also keine Risse, Beulen oder Schnitte aufweisen. Gerne vergessen wird, dass Warndreieck und Verbandskasten ebenfalls zu den vom Sachverständigen überprüften Kriterien zählen. Letzterer muss vollständig und gebrauchsfähig sein.

Während man einige Mängel als Laie unter Umständen selbst beheben kann, hilft bei Problemen mit anderen Fahrzeugkomponenten nur ein Besuch in einer Fachwerkstatt. Bei flatterndem Lenkrad, festsitzender Handbremse oder beschädigter Frontscheibe muss vor der Hauptuntersuchung der Fachmann ran. Auch ein lauter Motor oder besonders qualmiges Abgas sind Grund für einen Werkstattbesuch.

Prinzipiell kann man sein Fahrzeug auch vor der HU in die Hände einer Werkstatt des Kraftfahrzeuggewerbes geben, sodass der Weg zur begehrten Plakette bei eventuell notwendigen Mangelkorrekturen etwas beschleunigt werden kann. Eine verwehrte Plakette ist allerdings auch kein Beinbruch. Der Preis für eine Nachuntersuchung ist abhängig vom jeweiligen Umfang und ist nicht wirklich teuer. Als Kunde weiß man über den Mangelbericht auf jeden Fall genau, was unbedingt beseitigt werden muss.

Quelle: Dirk Schwarz/SP-X

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