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Autofahrer hoffen auf bezahlbare Technik

 

Günstige Nachrüst-Technik und staatliche Zuschüsse: Autofahrer hoffen, finanziell relativ unbeschadet aus der Dieselkrise heraus zu kommen.

SP-X/Ostfildern. In der Dieselkrise vertraut ein Großteil der deutschen Autofahrer auf Industrie und Politik. Knapp die Hälfte der Neuwagenkäufer rechnet damit, dass beide gemeinsam bezahlbare Nachrüstmöglichkeiten für Diesel-Pkw verfügbar machen, wie aus einer Umfrage des Informationsdienstleisters DAT unter Pkw-Käufern hervorgeht. Unter den Gebrauchtwagenkunden glauben 42 Prozent an günstige Hardware-Nachbesserungen bei der Abgasreinigung - sei es durch technisches Know-how oder staatliche Zuschüsse. Pessimistisch sind in beiden Gruppen jeweils rund 30 Prozent.

Die Nachrüstung von Abgasreinigungstechnik ist prinzipiell möglich, teilweise allerdings sehr aufwändig. Wie hoch die Kosten pro Fahrzeug wären, ist noch weitgehend unklar. Der ADAC etwa geht von Beträgen zwischen 1.400 und 3.300 Euro aus. Wer die Kosten übernehmen würde, ist ebenfalls nicht klar.

Finanziell gesehen zählen bislang vor allem die Besitzer von Diesel-Pkw zu den Verlierern, seien es nun Privatpersonen oder Fahrzeughändler. Der Restwert von dreijährigen Dieselautos ist zwischen Januar und Dezember 2017 von 56 Prozent auf 52,6 Prozent des Listenneupreises gesunken. Der Wert von Benzinern legte im gleichen Zeitraum von 56,4 Prozent auf 57,2 Prozent zu.

(Holger Holzer/SP-X)

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