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Deutsche Post DHL: Fortschrite im neuen Paketkonzept

 

Die Deutsche Post DHL nahm die erste mechanisierte Zustellbasis in Berlin-Marzahn in Betrieb. Auf rund 4.500 Quadratmetern entstand die erste Berliner von mindestens 25 mechanisierten Zustellbasen, die das Unternehmen im gesamten Bundesgebiet bis Ende diesen Jahres realisieren will. Ähnliche Stationen laufen bereits in Braunschweig, Bochum, Dinslaken, Großbeeren und Oldenburg. Den neuen Standort in der Bundeshauptstadt hat die Post gemietet, die Gesamtkosten einschließlich Grund und Boden beliefen sich auf einen zweistelligen Euro-Millionenbetrag, wie ein Postsprecher mitteilte.

Die „MechZBn“ sind neben den Paketzentren eine zweite wichtige Säule des neuen Paketkonzepts des Konzerns. Die eingebaute Verteilanlage ordnet automatisch die Sendungen dem entsprechenden Zusteller in Kastenrutschen zu, die bis zu 200 Sendungen fassen. Was in den herkömmlichen Zustellbasen per Hand erledigt wird, geschieht in den neuen Zustellbasen automatisch. „Durch die Bearbeitung der Pakete direkt in der „MechZB“ wird Zeit gespart und eine noch schnellere Auslieferung an die Kunden ermöglicht“, sagt Postsprecher Rolf Schulz.

Das neue Konzept soll auch wesentlich effektiver sein - rund 40 Angestellte versorgen von dort aus Kunden in Berlin-Mitte, Lichtenberg und Marzahn mit Paketen und Päckchen. Bereits Ende 2011 hat die Deutsche Post DHL erstmals ihr neues Paketkonzept vorgestellt, das mit Investitionen von 750 Mio. Euro einergeht. Bis 2015 wird die Paketproduktion durch innovative Technik, neue IT-Anwendungen und teilweise veränderte Produktionsprozesse ausgebaut.

Deutsche Post DHL zielt auf weiteres Wachstum in einem boomenden Markt, vor allem durch das starke Ansteigen im Online-Handel. Neben den mechanisierten Zustellbasen wurde der Ausbau der bestehenden Paketzentren weiter vorangetrieben: In insgesamt 19 der 33 Paketzentren in Deutschland wurde die Sortierkapazität bereits auf 28.000 Sendungen pro Stunde erhöht – in Spitzenzeiten sind sogar 30.000 Sendungen pro Stunde möglich. Das soll sich insbesondere in typischen Zeiten mit besonders hohem Aufkommen von Paketsendungen bewähren, etwa in der Vorweihnachtszeit.

Text und Fotos: Erwin Halentz

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