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Testtour: Fiat Panda Cross

 

Als die „tolle Kiste“ machte er sich einst einen Namen in der Autoszene. Inzwischen ist der Fiat Panda weit mehr als nur ein Automobil für den „kleinen Mann mit großem Platzanspruch“ geworden. Der Panda deckt viele Interessen und damit auch etliche Einsatzmöglichkeiten ab und hat sich längst zu einem Lifestyle-Fahrzeug entwickelt. Er appelliert mittlerweile an Alltags-Tugenden wie an Emotionen gleichermaßen. Bestes Beispiel für diese These ist die Version „Panda Cross“.

Diese Allrad-Auflage des Panda offenbart sowohl den Charakter eines mobilen Begleiters für das Hochgebirge, ist aber durchaus auch verspieltes Techno-Toy für das Kind im Manne. Und er ist das beste Beispiel dafür, wie gewitzte Marketingstrategen und versierte Ingenieure eine Nische im Angebot gemeinsam erfolgreich besetzen können.

Die Panda-Familie, eine der Säulen des aktuellen Fiat-Modellprogramms, hat einen familiären Zuwachs bekommen, der seine Gene offen zeigt: Jede Menge Planken an allen Seiten, kerniges Design, hoher Einstieg. Eine Bodenfreiheit von 158 Millimetern. Das ist kein weichgespülter-Amore-mio-Kuschelbär aus bella Italia.

Der Panda ist als Cross so eine Art Chamäleon für alle On- und Offroad-Aktivitäten. Klein und chic genug, um in der City seinen Platz zu finden und Interesse zu erwecken. Und mit seiner ebenso aufwendigen wie ausgereiften, 4x4-Technik ist er mehr als nur eine Karikatur seiner selbst.

Als Cross ist der Panda-Bär wahrlich kein Placebo-Kraxler mit leeren Versprechungen. Der Unterboden wurde als Zugeständnis an das Anforderungsprofil des Wagens mit Stahlprotektoren präpariert, somit steht einem Einsatz im steinigen Gelände nichts mehr im Wege. Daraus folgend wurde der Ansaugtrakt höher gelegt. Die Steigfähigkeit des Fiat Panda Cross von 70 Prozent sagt noch mehr über die Qualitäten des knubbeligen „Monte Panda“ aus. Aus der einstigen tollen Kiste ist in dieser Version ein Überraschungspaket für Lifestyle-Menschen mit Hang zu abgedrehtem Freizeit-Verhalten geworden.

Der 1,3 Liter große Turbodiesel ist ein kerniger Geselle, der keinen akustischen Zweifel an seiner Selbstzünder-Herkunft lässt. Ein Drehrad über der Mittelkonsole, Terrain Control genannt, regelt die Verteilung der Antriebskräfte. Dieses technische Feature lässt man am besten in der „Auto“-Version, weil alle manuellen Eingriffe („lock“) bestenfalls zu einer folgenschweren Verschlimmbesserung des Traktionsverhaltens führen würden.

Ist genügend Grip vorhanden, werden ausschließlich die Vorderräder angetrieben. Dreht auch nur ein Rad durch, wird – wenn es sein muss bis zu 100 Prozent – der Motorleistung auf die Hinterräder weiter geleitet. Zudem greift eine elektronische Sperre für das Differential. Alles in Allem ein 4x4-System, das den Kleinen in dieser Form und in diesem Segment der Winzlinge zum stolzen Single werden lässt.

Unser Fazit: Kleiner, aber auch sicherer und trotzdem mit Allrad geht kaum noch. Und im Innenraum wurde mit viel Pep, einem modernen Multifunktions-Lenkrad und reichlich Kommunikation der zum Abenteuer neigenden „Generation Y“ ordentlich Rechnung getragen.

Technische Daten Fiat Panda Cross 1.3 JTD

Ausführung: viersitziger SUV
Länge/Breite/Höhe: 3,71/1,88/1,64 Meter
Leergewicht: 1.155 Kilogramm
Böschungswinkel vorn/hinten/Rampenwinkel: 24/34/21 Grad
Kofferraumvolumen: 225 bis 870 Liter
Motor: Vierzylinder Turbodiesel
Leistung: 95 PS
Hubraum: 1.248 ccm
Antrieb: Allrad mit „Lock“-Funktion
Getriebe: Manuell, Fünfgang
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Verbrauch (eigene/Herstellerangaben): 5,6/4,7 Liter Diesel auf 100 km
Abgasnorm: Euro 6
Preis Fiat Panda Cross 1.3 JTD: ab 19.890 Euro

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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