Neue Opel-Motoren: Mehr Power, weniger Verbrauch und mehr Komfort

Beitragsbild
Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

Opel setzt seine Produktoffensive weiter fort. In Deutschland läuft es derzeit gut für die Rüsselsheimer. Im vergangenen Jahr konnte Opel 219.000 Fahrzeuge hierzulande absetzen, das waren 12.000 Einheiten mehr als 2013. Dass das so bleibt, dafür sollen in diesem Jahr nicht nur der neue Kleinwagen Karl und die Neuauflage des Astra sorgen. Auch die Motorenpalette wird bis 2018 mit insgesamt 17 neuen Triebwerken modernisiert. Im Focus der Ingenieure stand: Mehr Durchzugskraft und höhere Drehmomente bei reduzierten Verbrauchs- und Emissionswerten verbunden mit Laufruhe und minimaler Geräuschentwicklung. Ab sofort erweitern zwei Selbstzünder – Flüsterdiesel genannt – mit 1,6-Liter- und Zweiliter-Hubraum die Motorenpalette.

Der bereits aus dem Astra, Meriva und Zafira Tourer bekannte 1,6-Liter-Selbstzünder leistet 100 kW/136 PS, der sein maximales Drehmoment von 320 Nm zwischen 2.000 und 2.250 min-1 erreicht, kommt jetzt auch im Mokka zum Einsatz und ersetzt den 1,7-Liter CDTI. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Im Vergleich zum Vorgängermotor leistet der Vollaluminium-Vierzylinder sechs PS mehr, 20 Nm Drehmoment mehr und konsumiert im Schnitt 0,4 Liter weniger Diesel. Mit einer Fülle von Maßnahmen konnten die Rüsselsheimer die Laufruhe im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessern. Den Sprint von Null auf Tempo 100 meistert der kleine SUV mit knackig zu schaltendem Sechsganggetriebe in 9,9 Sekunden (4WD: 10,5) und erreicht Spitze 190 km/h (4WD: 188). Der Motor gefällt durch kontinuierliche Leistungsentwicklung und sein Normverbrauch liegt laut Hersteller bei 4,1 Litern (4WD: 4,9) Diesel auf 100 Kilometer. Auf ersten Testfahrten an der Ostküste Irlands lag unser Verbrauch mit dem allradangetriebenen Mokka bei 5,9 Litern. Aufgefallen ist, dass der neue Selbstzünder deutlich kultivierter daherkommt als der Vorgänger. Die Preise für den Flüsterdiesel-Mokka mit Frontantrieb beginnen bei 24.685 Euro. Der Allradantrieb kostet 2.000 Euro Aufpreis.

Noch besser gefallen hat der neue Zweiliter-Diesel für den Insignia, der im Laufe des Jahres auch noch im Zafira Tourer und Cascada seine Arbeit verrichten darf. Das in Turin und Rüsselsheim entwickelte Triebwerk wird in Kaiserslautern gebaut und leistet 125 kW/170 PS. Im Vergleich zum Vorgängermotor bringt das Kraftpaket – im Vergleich zum Vorgänger – vier Prozent mehr Power und 14 Prozent mehr Drehmoment mit. Verantwortlich dafür ist der VTG-Turbolader mit variabler Turbinengeometrie, die erstmals durch einen elektronisch angesteuerten Aktuator reguliert wird. Dadurch wurde ein um 20 Prozent schnelleres Ansprechverhalten erreicht. Außerdem erhielt der Turbolader eine Wasserkühlung zur Lebensdauererhöhung. Der 170 PS starke Vierzylinder erreicht sein maximales Drehmoment von 400 Nm zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Limousine mit Frontantrieb meistert den Spurt von Null auf Tempo 100 in neun Sekunden (Kombi:9,4). Der Motor gefällt durch kontinuierliche Leistungsentwicklung – vor allem auch im unteren Drehzahlbereich – und auf der Autobahn klettert die Tachonadel zügig bis zur Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h (Kombi: 220). Der Konsum hält sich dabei in Grenzen und wird im Schnitt laut Hersteller mit 4,3 Litern (Kombi: 4,5) angegeben. Unsere Testlimousine hat bei zügiger Fahrt nicht ganz zwei Liter mehr auf den Straßen rund um Dublin benötigt. Positiv aufgefallen ist die flüssige Leistungsentfaltung und die Laufruhe des Motors. Die Allradversionen mit Sechsgang-Schaltung sind mit einem Mehrverbrauch von rund einem Liter etwas trinkfreudiger. Die serienmäßige Sechsgang-Schaltung ist leichtgängig und präzisse. Eine Automatik ist derzeit nicht im Angebot. Die Preise für den Insignia 2,0 CDTI Edition beginnen bei 32.215 Euro für die viertürige Limousine mit Frontantrieb, der Allradantrieb kostet 3.180 Euro mehr. Die Preise für den Sporttourer in der Edition Version fangen bei 33.145 Euro an.

Text und Fotos: Ute Kernbach

Scroll to Top