Oldtimereinstufung und Wiederzulassung
H-Kennzeichen zur Erhaltung des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes
Einstufung als Oldtimer und Wiederzulassung nach Stilllegung bei Prüfingenieuren
der KÜS
Seit dem 10. Februar 2006 ist es „amtlich“ und in der Fahrzeugzulassungsverordnung
(FZV) geregelt: Ab dem 1. März 2007 gelten für die Wiederzulassung für außer Betrieb
gesetzte Fahrzeuge neue Rahmenbedingungen. Ebenso wird die Begutachtung für die
Anerkennung von Fahrzeugen als Oldtimer neu geregelt. Die Prüfingenieure der KÜS
bieten diese bisher monopolisierten Tätigkeiten ab März 2007 an. Damit wird den
langjährigen Bemühungen der KÜS um weitere Liberalisierung in der gesetzlich geregelten
Fahrzeugüberwachung wieder ein Stück mehr Rechnung getragen.
Für die Fahrzeughalter und die Autohäuser und Werkstätten bringt der neue Service
der KÜS Vorteile, vor allem bei der Kundenbetreuung und der Flexibilität der Leistungen.
Die KÜS hat mit ihren Bemühungen um weitere Öffnung der Monopole maßgeblich dazu
beigetragen, dass die Dienstleistungen für den Endkunden weiter optimiert werden
können.
Oldtimer-Gutachten
Im Bereich der Oldtimer-Gutachten gibt es für die Prüfingenieure der KÜS ab März
2007 ein neues Betätigungsfeld (§23 StVZO). Sie werden ihre Dienstleistungen zur
Einstufung als Oldtimer direkt den Liebhabern historischer Fahrzeuge anbieten. Das
Fahrzeuggutachten wird dann vom KÜS-Prüfingenieur erstellt, so dass die bisher übliche
Vorfahrt bei der Technischen Prüfstelle, nicht mehr nötig ist. In der Prüfhalle
beim KÜS-Partner in Ihrer Nähe oder in der von der KÜS betreuten Werkstatt wird
dieser Service angeboten und das Gutachten, das die Voraussetzung für die Oldtimer-Einstufung
ist, erstellt.
Wichtig ist die neue Definition eines Oldtimers. Ein Oldtimer ist ein Fahrzeug,
das vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist, weitestgehend
dem Originalzustand entspricht, in einem guten Erhaltungszustand ist und der Pflege
des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient.
Der Prüfingenieur der KÜS stellt im Rahmen der Untersuchung fest, inwieweit das
Fahrzeug den Anforderungen entspricht.
Natürlich darf ein über 30 Jahre altes Fahrzeug bei der Begutachtung kleinere Mängel
oder auch normale Spuren der Jahre haben. Trotzdem muss es jedoch in jedem Fall
voll fahrbereit sein, darf keine Durchrostungen aufweisen und muss sich in einem
Zustand befinden, der keine sofortigen Arbeiten notwendig werden lässt. Auch sollten
keine wesentlichen Teile fehlen, sowie ein guter Pflege und Erhaltungszustand erkennbar
sein.
Weiterhin ist wichtig, dass das Fahrzeug keine unreparierten Unfallschäden aufweist.
Auch unsachgemäß durchgeführte Reparaturen dürfen nicht erkennbar sein. Zusammenfassend
könnte man also sagen: "Es muss nicht schön, aber gebrauchsfertig sein."
Entspricht das Fahrzeug nicht diesen Bedingungen, ist eine positive Einstufung als
Oldtimer zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes im Regelfall nicht
möglich.
Weitergehende Informationen gibt der KÜS-Partner in der Nähe gerne. Er ist immer
mit dem jeweils aktuellen Stand der gesetzlichen Regelungen vertraut.
Wiederzulassung
Auch für vorübergehend stillgelegte Fahrzeuge gelten seit dem 1. März 2007 neue
Bestimmungen. Wenn ein Fahrzeug bisher länger als 18 Monate abgemeldet, also endgültig
stillgelegt war, erlosch die Betriebserlaubnis. Eine Begutachtung bei einer Technischen
Prüfstelle war für die erneute Inbetriebnahme erforderlich.
Diese maximale Frist für die Außerbetriebsetzung hat sich nun geändert. Wenn die
Fahrzeugdaten des außer Verkehr genommenen Fahrzeuges im Zentralen Fahrzeugregister
des Kraftfahrt-Bundesamtes noch nicht gelöscht wurden reicht eine bestandene Hauptuntersuchung
(HU) und gegebenenfalls eine Abgasuntersuchung (AU) zur Wiederzulassung aus.
Die Frist zur Löschung dieser Daten beträgt jetzt sieben Jahre.
Für den Fahrzeughalter bedeutet diese Neuerung ab dem 1. März 2007 eine deutliche
Kostenreduzierung sowie Zeitersparnis.
Haupt- und Abgasuntersuchung müssen aktuell sein
Wenn ein Fahrzeug nach Stilllegung wieder in den Verkehr gebracht werden soll ist
es wichtig, dass eine Haupt- und Abgasuntersuchung aktuell zur Wiederzulassung durchgeführt
wird.
Der Prüfingenieur der KÜS hilft hier gerne schnell und unkompliziert weiter und
kann auch zum gesamten Verfahren der Wiederzulassung nach Außerbetriebnahme kompetente
Auskünfte geben.
Zum Thema: Vereinfachungen bei Zulassung von Fahrzeugen aus EU-Staaten
Erinnert sei hier auch nochmals an das Prozedere für nach Deutschland eingeführte
Fahrzeuge aus EU-Staaten und deren Zulassung. Waren die Fahrzeuge in anderen Staaten
der Europäischen Union in Verkehr und liegt dafür eine Übereinstimmungsbescheinigung
(ein so genanntes COC-Papier) vor, so reicht in der Bundesrepublik zur Wiederzulassung
eine gültige Hauptuntersuchung (HU) und gegebenenfalls eine Abgasuntersuchung (AU)
aus. Eine Einzelabnahme ist dann nicht erforderlich. Auch in diesen Fragen ist der
Prüfingenieur der KÜS ein kompetenter Ratgeber.